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Norbert
Herrmann (29) - ein erfolgreicher Existenzgründer
aus dem Technologie-Zentrum Buxtehude.
Fotos:
Vasel
Montage: Wagner
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Buxtehude
(bv). Norbert
Herrmann ist Existenzgründer: Das Stichwort "Outsourcing" löst
bei dem 29-jährigen lndustrieelektroniker
keine Angste aus. Schließlich fühlt
sich der Jung-Unternehmer in seiner Rolle
als "verlängerte Werkbank der Industrie" sichtlich
wohl. Den Sprung in die Selbstständigkeit
hat Herrmann nicht bereut. Seine Firma "EM-Tec
Norbert Herrmann elektronische + mechanische
Fertigung floriert. Bereits ein halbes Jahr
nach der Gründung im Technologie-Zentrum
Buxtehude (TZB) im Januar 2001 beschäftigt
der. 29-Jährige heute sieben Vollzeitangestellte
- Tendenz steigend. Mit diesem Bericht setzt
das TAGEBLATT seine TZB-Serie fort.
Der
Jung-Unternehmer hatte sich Anfang des Jahres
aus eigener Kraft selbstständig gemacht. "Ohne
Bankkredite habe ich meine Firma gegründet',
betont Norbert Herrmann im Rückblick stolz
und übt verhaltene Kritik an Banken und
Staat: "Die Existenzgründer-Programme
sind in der Regel einfach zu unflexibel." Mehrere
Jahre hatte Herrmann, ein ausgebildeter Industrie-Elektroniker,
als Rettungssanitäter gearbeitet, weil es
in der Branche kriselte.
"Allerdings habe ich während dieser Zeit immer mit der Selbstständigkeit
geliebäugelt', sagt der erfolgreiche Jung-Unternehmer. Im August vergangenen
Jahres war der Zeitpunkt reif, erste Kontakte mit dem TZB, deren Geschäftsführung
ihm mit Rat und Tat zur Seite stand, und potentiellen Kunden wurden geknüpft.
"Ich hatte erkannt, dass ein Bedarf an hochwertiger Arbeit im Bereich der
Industrieelektronik besteht', sagt Herrmann und betont: "Immer mehr Betriebe
aus der Elektrobranche lagerten Teile ihrer Produktion aus, diese Chance wollte
ich nutzen." Schließlich sei dies ein "zukunftsträchtiger
Markt", so lautete die Prognose des Jung-Unternehmers, der seine Firma "als
verlängerte Werkbank der Industrie" sieht.
"Vielen Firmen ist die Montage von Kleinbau-Gruppen in kleinen Serien zu
arbeits- , kosten- und zeitintensiv, deshalb wird diese ausgelagert", sagt
Herrmann. Und hier setzt seine Konzept an: "EM-Tec Norbert Herrmann - elektronische
+ mechanische Fertigung" montiert elektronische Kleinbaugruppen und Kleinserien,
beispielsweise von Automaten, Steuerungsanlagen, Kartenlesern und Geldwechslern,
fertigt Kabel oder ist in der Qualitätskontrolle aktiv. "Wir überprüfen
die Lieferungen für Großhändler und Im- und Exportfirmen oder
die Produktion im Auftrag der Hersteller auf Schadhaftigkeit und reparieren,
falls notwendig", sagt der Allrounder und betont: "Durch uns sparen
die Kunden unter anderem viel Geld in der Fertigung und sind außerdem ihren
Kunden bei Auftragsspitzen gegenüber noch flexibler."
Heute zählt der 29-Jährige zahlreiche namhafte
regionale Betriebe zu seinen Kunden, langfristig soll
die gesamte Bundesrepublik als Geschäftsfeld erschlossen
werden. Seine Geschäftsidee ging auf, sagt Herrmann,
die Zahl der Beschäftigten steige stetig - heute
sieben Vollzeitkräfte. "Qualifiziertes Personal
zu finden ist kein Problem", sagt der Jungunternehmer
und setzt sich nach dem erfolgreichen Start ein neues
Ziel: jetzt kommt die Zertifizierung."
© Zeitungsverlag
Krause GmbH & Co. KG
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