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Wilfried
Gribat-Jahn, Diplom-Ingenieur und Technischer
Redakteur arbeitet bei Gogolin. Er schreibt
Handbücher für Großmaschinen.
Nach der Recherche im Betrieb fertigt er am
Bildschirm die Baupläne mit sämtlichen
Einzelteilen.
Foto:
Reidl
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Buxtehude
(ra). Zweideutige Erklärungen oder
umständliche Beschreibungen sind Gift
auf Wolfgang Gogolins Fachgebiet.
Der 48-Jährige erstellt technische Dokumentationen
für Großmaschinen. Im Technologie-Zentrum
Buxtehude (TZB) schreiben seine Mitarbeiter alles für
den Maschinenhersteller vom Handbuch bis zur Wartungsanleitung.
Das ist das Pflichtprogramm, doch Wolfgang Gogolin
liefert die Kür gleich mit: multimediale Dokumentationssysteme.
Seine Mitarbeiter erstellen auf CD-Rom dreidimensionale
Animationen für die Produzenten. So können
diese ihren Käufern die neue Maschine in allen
Einzelheiten am Bildschirm vorführen. Mit der
Animation wird es einfacher, die Benutzer zu schulen
oder Fehler zu finden und zu beseitigen.
Mit einem Mitarbeiter ist Wolfgang Gogolin vor drei
Jahren ins TZB gezogen. Mittlerweile sind neun Kollegen
hinzugekommen Ingenieure mit der Zusatzausbildung zum
technischen Redakteur und Layouter. Mitarbeiter zu
finden sei schwierig, sagt Gogolin. "Es werden
viele ausgebildet, aber der Markt boomt."
Gogolins Kunden sind beispielsweise Messer Cutting
und Welding, die Brennschmiedeverfahren für Werften
entwickeln. Außerdem schreiben seine Mitarbeiter
Handbücher für Maschinen der Textilindustrie,
um Stoffe zu färben und zu fixieren.
"Je nach Größe der Maschine besuchen zwei oder drei Redakteure
den Betrieb", sagt Gogolin. Vier Tage sind die Ingenieure mit Videokamera
und Fotoapparat vor Ort, um jede Angabe der Konstrukteure und jedes Einzelteil
genau zu dokumentieren.
"Manchmal werden wir sehr spät gerufen, dann wird die Maschine bereits
auseinandergebaut", sagt Gogolin. Während die Einzelteile verschifft
werden, haben die Mitarbeiter rund vier Wochen Zeit, um die Zeichnungen, nebst
Bedienungsanleitungen zu erstellen und dem Kunden zu schicken. Dabei umfassen
allein die Zeichnungen der einzelnen Maschinenteile zehn bis zwölf Ordner.
Die Anleitungen übersetzt Gogolin in alle gewünschten
Sprachen. "Wir setzen europaweit Muttersprachler
ein", sagt der 48Jährige. So sind die Anleitungen
stets dem aktuellen Wortschatz angepasst.
In diesem Jahr hat Wolfgang Gogolin sich ein zweites
Standbein geschaffen. Mit "Gosign media" und
drei Mitarbeitern ist er ins Netzwerkgeschäft
eingetreten. Er bietet unter anderem elektronische
Ersatzteilkataloge an. Via Internet kann der Kunde
das gewünschte Teil ansehen und bestellen. Außerdem
gestaltet Gogolin nebenbei Internetauftritte, etwa.
für das Figurentheater Stuttgart und einen Kontaktlinsenhersteller.
© Zeitungsverlag
Krause GmbH & Co. KG
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