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Heften,
falzen schneiden - Heinz Günter Schmidt
kann mit seiner Neuinvestition Broschüren
in einem Arbeitsgang herstellen
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ts.
BUXTEHUDE. Der typische Existenzgründer,
frisch von der Uni mit einem "com" im
Firmennamen, ist Heinz-Günter Schmidt
mit seinen 48 Jahren nicht gerade. Aber ein
erfolgreicher: "Bei Ihnen ist es von Beginn
an kontinuierlich gut gelaufen", bescheinigt
ihm sein Kreditinstitut. Mit solchen Urteilen
sind Banker sonst eher sparsam. Eine Faustregel
besagt: Erst nach sieben Jahren Bewährung
am Markt gilt eine Firma als "gesattelt".
Vor
vier Jahren hat sich Schmidt mit seinem Mitarbeiter
Gerd Frank (50) selbständig gemacht - mit
seiner eigenen Offset-Druckerei im Technologie
Zentrum Buxtehude (TZB). Eine mutige Entscheidung,
die sein Leben doch gehörig umkrempelte: "Als
Angestellter hatte ich eine 35-Stundenwoche -
das ist schlagartig vorbei", erzählt
Schmidt. Statt dessen hat der Gründer jetzt
eine 60- bis 70-Stundenwoche. Der Samstag gehört
in der Regel der Buchhaltung. Das Abenteuer Selbständigkeit
ist mit Opfern verbunden: "Früher habe
ich Tennis gespielt - das ist weniger geworden",
so Schmidt. Auch sein Angestellter Frank ist
mehr und mehr mit der Firma verheiratet. Die
Politik muß ohne ihn auskommen: "Ich
habe in der Bezirksversammlung Harburg mitgearbeitet
- das ist nicht mehr möglich." Sicher
ganz wichtig für erfolgreichen Werdegang
des Gründers: Die Familie unterstützen
den Schritt in das neue Leben.
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Briefpapier,
Vereinszeitschriften, oder Prospekte: Gerd
Frank sorgt für den Druck
Fotos:
ts
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Das
Erfolgsrezept der Druckerei: ihr Rundumservice. "Der
Kunde hat nur einen Ansprechpartner", erklärt
Schmidt. Alles ist unter einem Dach: Beratung
("Wir entwickeln mit jungen Grafikern zusammen
auch Logos"), die gesamte Druckvorstufe
mit Bildbearbeitung, Filmbelichtung und Satz,
der Druck selbst und die Weiterbearbeitung wie
zum Beispiel das Binden.
Wenn Visitenkarten von heute auf morgen gebraucht werden,
ist das möglich Was noch entscheidend war für
die gelungene Neugründung: ein moderner Maschinenpark
und ein Kundenstamm, den die beiden Drucker aus ihrer
Angestelltenzeit mitbrachten: "Die sind uns bis
heute treu geblieben", sagt Frank stolz. Auch
die Entscheidung im TZB anzusiedeln, erwies sich als
goldrichtig: "Für Existenzgründer eine
gute Einrichtung", meint Schmidt. "Die Räume
hier werden auf die Bedürfnisse des Betriebs zugeschnitten." Gute
Rahmenbedingungen, um das Abenteuer Selbständigkeit
anzugehen.
© Wochenblatt
Verlag Schrader GmbH & Co. KG
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