Druckerei Schmidt im Technologie-Zentrum Buxtehude

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Kreiszeitung / Wochenblatt vom 02.08.2000
Zu: Kreiszeitung / Neue Buxtehuder Wochenblatt Online

Die jungen Unternehmen im Technologie-Zentrum Buxtehude

Die Arbeitszeit hat sich verdoppelt

Vom Angestellten zum eigenen Chef: Wie sich das Leben verändern kann

 

Heften, falzen schneiden - Heinz Günter Schmidt kann mit seiner Neuinvestition Broschüren in einem Arbeitsgang herstellen

 

ts. BUXTEHUDE. Der typische Existenzgründer, frisch von der Uni mit einem "com" im Firmennamen, ist Heinz-Günter Schmidt mit seinen 48 Jahren nicht gerade. Aber ein erfolgreicher: "Bei Ihnen ist es von Beginn an kontinuierlich gut gelaufen", bescheinigt ihm sein Kreditinstitut. Mit solchen Urteilen sind Banker sonst eher sparsam. Eine Faustregel besagt: Erst nach sieben Jahren Bewährung am Markt gilt eine Firma als "gesattelt".

Vor vier Jahren hat sich Schmidt mit seinem Mitarbeiter Gerd Frank (50) selbständig gemacht - mit seiner eigenen Offset-Druckerei im Technologie Zentrum Buxtehude (TZB). Eine mutige Entscheidung, die sein Leben doch gehörig umkrempelte: "Als Angestellter hatte ich eine 35-Stundenwoche - das ist schlagartig vorbei", erzählt Schmidt. Statt dessen hat der Gründer jetzt eine 60- bis 70-Stundenwoche. Der Samstag gehört in der Regel der Buchhaltung. Das Abenteuer Selbständigkeit ist mit Opfern verbunden: "Früher habe ich Tennis gespielt - das ist weniger geworden", so Schmidt. Auch sein Angestellter Frank ist mehr und mehr mit der Firma verheiratet. Die Politik muß ohne ihn auskommen: "Ich habe in der Bezirksversammlung Harburg mitgearbeitet - das ist nicht mehr möglich." Sicher ganz wichtig für erfolgreichen Werdegang des Gründers: Die Familie unterstützen den Schritt in das neue Leben.

Briefpapier, Vereinszeitschriften, oder Prospekte: Gerd Frank sorgt für den Druck

Fotos: ts

Das Erfolgsrezept der Druckerei: ihr Rundumservice. "Der Kunde hat nur einen Ansprechpartner", erklärt Schmidt. Alles ist unter einem Dach: Beratung ("Wir entwickeln mit jungen Grafikern zusammen auch Logos"), die gesamte Druckvorstufe mit Bildbearbeitung, Filmbelichtung und Satz, der Druck selbst und die Weiterbearbeitung wie zum Beispiel das Binden.
Wenn Visitenkarten von heute auf morgen gebraucht werden, ist das möglich Was noch entscheidend war für die gelungene Neugründung: ein moderner Maschinenpark und ein Kundenstamm, den die beiden Drucker aus ihrer Angestelltenzeit mitbrachten: "Die sind uns bis heute treu geblieben", sagt Frank stolz. Auch die Entscheidung im TZB anzusiedeln, erwies sich als goldrichtig: "Für Existenzgründer eine gute Einrichtung", meint Schmidt. "Die Räume hier werden auf die Bedürfnisse des Betriebs zugeschnitten." Gute Rahmenbedingungen, um das Abenteuer Selbständigkeit anzugehen.

© Wochenblatt Verlag Schrader GmbH & Co. KG

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